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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
im letzten Jahr waren historische Gaststätten das Thema. Viele dieser "Wirtshäuser" waren Domizil und Gründungstätte der Sportvereine. Oft wurden die dazu gehörigen Saalbauten auch als Turn- und Sportstätten genutzt. Das brachte uns auf die Idee, bei der History Tour 2010 „Historische Sportstätten“ in den Mittelpunkt zu stellen. Aber auch andere aktuelle Themen werden in den Punkt des Interesses gerückt sein!
In acht verschiedenen Städten und Kommunen laden wir dazu ein, einen Rundgang durch die jeweiligen Orte zu unternehmen, um auf geschichtliche Besonderheiten aufmerksam zu machen und historische Einzelheiten zu erläutern. Die Sportstätten hatten seit dem 19. Jahrhundert neben der Förderung des Sports in den jeweiligen Gemeinden auch eine bedeutende politische Funktion. In den Sportvereinen wurde so nicht nur über Sieg und Niederlage der eigenen Mannschaften debattiert. Man traf sich mit Freunden, um sich über politische und gesellschaftliche Ereignisse zu unterhalten. Der Sportverein war neben der Kneipe um die Ecke ein zentraler Treffpunkt und Ort der Begegnung.
Schon zum neunten Mal veranstalten wir die History Tour durch den Kreis Groß-Gerau. Nur wer weiß, wo er herkommt, weiß auch, wo er hingeht. Es ist wichtig, dass die Leute sich über die Geschichte ihrer Heimat bewusst sind. Durch die History Tour wollen wir das historische Gedächtnis der Bürger auffrischen, die lokale Identität stärken und lokale Geschichten und Anekdoten am Leben erhalten.
Sie sind herzlich eingeladen!
Gerold Reichenbach, MdB
Der letzte Termin der History Tour 2010 von Gerold Reichenbach führte den SPD-Bundestagsabgeordneten am vergangenen Donnerstag ganz in den Süden des Kreises Groß-Gerau nach Gernsheim. Zum Finale der History Tour ging es unter anderem um die Revolution 1848 und um die Gründung des beliebten Rheinischen Fischerfests.
Treffpunkt in Gernsheim war die Gaststätte "Zum Karpfen" in der Rheinstraße. Sozusagen als Nachtrag zum letztjährigen Thema "historische Gaststätten", standen herausragende Ereignisse und Persönlichkeiten, die mit der bewegten Geschichte der altehrwürdigen Schenke verbunden sind, im Mittelpunkt. Im absolutistischen Großherzogtum Hessen-Darmstadt war der "Karpfen" Treffpunkt demokratisch gesinnter Bürger und eine Zelle des Widerstands. Die Referenten Lucia Bornhofen und Hans-Josef Becker referierten zunächst über die Vorläufer der Revolution. Begonnen hatte alles im Juli 1834: Heimlich wurde damals das revolutionäre Flugblatt "Der Hessische Landbote" unter den Bürgern verteilt, der von dem bekannten Schriftsteller Georg Büchner verfasst worden war. Laut einer Chronik aus dem 19. Jahrhundert, die von Michael Krüll, einem Gernsheimer "Demokraten aus tiefster Überzeugung", so Becker, angefertigt worden war, sind im Vorfeld der Revolution etliche Bürgerinnen und Bürger auf Grund der schlechten Lebensbedingungen aus dem Gebiet ausgewandert.
Neben dem Thema der Revolution ging es bei der History Tour in Gernsheim auch um den Komponisten Joseph Schmitt, der 1734 in dem gleichen Haus zur Welt kam, in dem sich heute der "Karpfen" befindet. An gleicher Stelle kam im Jahr 1949 auch die Idee auf, ein "Backfischfest" zu veranstalten. Damals hatten sich Vertreter des Angelsportvereins, des Wasserstraßenamts, der Wasserschutzpolizei, der Berufsfischer und des Verbands der deutschen Sportfischer zusammengesetzt. Es wurden, so Lucia Bornhofen, fischereirechtliche Fragen geklärt, und der Streit zwischen Sport- und Berufsfischern thematisiert. Am Ende einigte man sich darauf, das "Rheinische Fischerfest" erstmals auszurichten.
Am vergangenen Montag machte der Bundestagsabgeordnete Gerold Reichenbach (SPD) mit seiner History Tour Halt in Kelsterbach. Trotz regnerischen Wetters konnten der erste Stadtrat Kurt Linnert neben Altbürgermeister Erhard Engisch mehr als 20 Interessierte am Main begrüßen, die von Hartmut Blaum (stellv. Vorsitzender des Volksbildungs-werks Kelsterbach) und Heiko Gyr (Leiter des Heimatmuseums Kelsterbach) einen detailreichen Überblick zum Thema „Fährverbinungen am Untermain“ erhielten. Unterstützt wurden die beiden Referenten von den Beiträgen und Anekdoten diverser Zeitzeugen, die noch selbst eine Fahrt hatten miterleben durften und über die Familien der Fährmänner berichteten, die in Kelsterbach bekannte "Originale" waren.
Zunächst wurde die Funktion der Fähren näher betrachtet, die damals als Brücken über sonst unüberwindbare Flüsse gedient hatten. Sie galten als wichtigstes Verkehrsmittel für Personen und Güter und boten somit Stoff für zahlreiche Legenden. „Da ist auch die ein oder andere Ehe geschlossen worden, zwischen Sindlinger und Kelsterbacher Bürgern“, erklärte Blaum.
Am 20. Mai 1905 ging im Bürgermeisteramt Sindlingen ein Antrag ein, eine Gierseilfähre zwischen Kelsterbach und Sindlingen einzurichten. Diese Fähre wurde per Hochseil von der einen auf die andere Mainseite gezogen. Die Einrichtung einer solchen Fähre brachte den Kelsterbachern viele Vorteile. So war es nicht nur möglich, auf dem anderen Mainufer spazieren zu gehen, sondern man hatte nun auch die Möglichkeit, das Holz aus dem Kelsterbacher Wald nördlich des Mains zu verkaufen. „Damals war das ein wichtiger wirtschaftlicher Aspekt für Kelsterbach. Heute kommt das Holz aus der ganzen Welt per LKW oder Bahn, da kann eine Fähre nicht mehr viel anrichten.“, ergänzte Reichenbach.
Als im Jahr 1974 ein Schiff die Fähre rammte, war es urplötzlich Aus mit der „romantischen Fährfahrt“ auf dem Main. Da bei Schwanheim eine neue Brücke über den Main in Planung war, und man sich in Kelsterbach nicht über die Kosten einer neuen Fähre einigen konnte, wurde der Fährbetrieb in diesem Jahr eingestellt.
Bei der History Tour des SPD-Bundestagsabgeordneten Gerold Reichenbach standen am vergangenen Donnerstag Abend die Volkshäuser in Klein-Gerau und Büttelborn mit ihrer langen Geschichte im Mittelpunkt. "Die als Gemeinschaftsräume gedachten Volkshäuser haben wir vor allem den Arbeiterbewegungen im frühen 20. Jahrhundert zu verdanken", leitete Reichenbach die Veranstaltung ein. Heinz Flauaus referierte detailreich über die Vergangenheit des Volkshauses Klein-Gerau, welches seit 1930 Arbeiter-, Gesangs- und Sportvereine beherbergte.
Im Anschluss konnte Gerd Hassler den interessierten Zuhörern die Geschichte des Volkshauses Büttelborn näher bringen. Trotz der oftmals schwierigen Finanzlage und einer sich wandelnden Gesellschaft, in der die früher übliche Geselligkeit in den Vereinen an Bedeutung verliert, ist er optimistisch: "Dank der erst kürzlich abgeschlossenen Neugestaltung des Außengeländes ist das Volkshaus nun auch für die Zukunft bestens gerüstet."
Am Dienstag (27.) machte Gerold Reichenbach mit seiner 9. History Tour Halt in Gustavsburg. Mehr als 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung des Bundestagsabgeordneten, und versammelten sich um 18 Uhr vor der Evangelischen Kirche in der Wilhelm-Leuschner-Straße. Obwohl das eigentliche Motto der diesjährigen History Tour "Historische Sportstätten" lautet, entschied man sich in Gustavsburg dafür, über ein anderes historisches Thema zu referieren: Straßennamen. Grund ist das Jubiläum des ehemaligen Gustavsburger MAN Werkes, dessen Geschichte in Gustavsburg sich in einer Vielzahl von Straßennamen wiederspiegelt.
Zu Beginn trug Thorsten Siehr einige allgemeine Informationen zum Thema Straßennamen vor. So wurde unter anderem erwähnt, dass viele Straßen in den Ortskernen von Gemeinden nach den Bewohnern der Straßen benannt sind. Lebte in einer Straße beispielsweise ein Schuster, so wurde diese Straße "Schustergasse" genannt. In neu entstandenen Siedlungen dagegen war es oftmals üblich, die Namen nach einem bestimmten Muster zu vergeben. So sind in neueren Stadtteilen die Straßen oft nach Pflanzen (Platanenstraße) oder Flüssen (Mainstraße) benannt. Es war auch üblich, die Straßen nach ihrer Funktion zu benennen. Führte ein Weg etwa auf ein großes Feld, so wurde diese Straße "Feldweg" genannt. Daneben werden Straßen auch nach berühmten Persönlichkeiten benannt. So gibt es in jeder größeren Gemeinde eine "Goethestraße" oder eine "Mozartstraße". In Deutschland ist es allerdings nicht üblich, Straßen nach noch lebenden Personen zu benennen. "Wird einem selbst diese Ehre zuteil, so hat man in der Regel selbst nichts mehr davon", stellte Thorsten Siehr schmunzelnd fest. Die häufigsten Straßennamen sind übrigens die "Bahnhofstraße" und die "Hauptstraße".
Nach einer kurzen Einleitung machten sich die Besucher auf, einen kurzen Stadtspaziergang durch Gustavsburg zu unternehmen. Erster Halt war dann an der Ecke Martin-Luther-Straße/Jakob-Fischer-Straße. "Zu Martin Luther muss ich wohl nicht so viel erklären", scherzte Siehr, "aber wer von Ihnen weiß denn, wer Jakob Fischer war?". Nach einer kurzen Pause, als keiner die Antwort wusste, fuhr Siehr fort: "Na, dann lernen wir doch heute auch noch alle etwas dazu.". So erfuhren die Besucher, dass Jakob Fischer, gebürtiger Nürnberger, im ausgehenden 19. Jahrhundert so einiges für Gustavsburg geleistet hatte. Auf seine Anträge hin wurden in Gustavsburg ein Schulgebäude und die Bürgermeisterei errichtet. Auch der Bau des Postamtes geht auf sein Engagement zurück. Außerdem erreichte Fischer damals beim Kreisamt, dass in Gustavsburg ein eigenes Wahllokal und ein Standesamt eingerichtet wurden. Der weitere Spaziergang führte durch die Königswarter Straße zum Cramer-Klett-Platz.
Die Königswarter Straße - so erfuhren die Teilnehmer - wurde nach der im Gustavsburger Werk gefertigten höchsten Eisenbahnbrücke Bayerns benannt. Sie lässt 50 Meter über der Inn den Zugverkehr passieren und wurde im Jahr 1875 von Cramer-Klett, dem Gründer der Gustavsburger Fabrik und Namengeber des Platzes, errichtet. Auch weitere Straßen um den Cramer-Klett Platz sind nach Ingenieuren oder berühmten Brückenbauten der ehemaligen Maschinenfabrik Cramer-Klett, der späteren MAN, benannt.
Dass Turnhallen nicht nur der Mittelpunkt des sportlichen Lebens sein konnten, wurde bei der Station der „History Tour“ des SPD-Bundestagsabgeordneten Gerold Reichenbach in Bischofsheim besonders deutlich.
Der 1883 von Handwerksburschen gegründete Turnverein Bischofsheim war Anlaufstelle für Sportausübung nach den Idealen von Turnvater Jahn, aber auch gesellschaftlicher Treffpunkt, weiß Ulrich Kühlburg, Vorstandssprecher des Vereins. Er referierte zusammen mit Hermann und Marlene Pfeil, Gisela Becker sowie Robert Harff über die Vergangenheit des TV Bischofsheim und die Veränderungen im Laufe der Zeit. So mussten die Turner bis zum Anfang der fünfziger Jahre häufig Briketts mitbringen um die Halle zu heizen. Dank der Unterstützung und ehrenamtlichen Hilfe der Vereinsmitglieder konnte dann aber nach und nach angebaut werden. Heizanlage und Gaststätte kamen in den Fünfzigern, Umkleiden und Duschräume entstanden ab 1974.
Übungsleiterin Gisela Becker betonte, dass auch die Geselligkeit neben der sportlichen Ertüchtigung nicht zu kurz kam, so ist vor allem Robert Harff stolz auf den „besonderen Geist“ im Turnverein Bischofsheim. Die Rosenmontagsbälle und „Rote Fassnacht“ der Jusos seien Beweis genug für die stets gute und ausgelassene Stimmung.
Die Referenten der History Tour von MdB Gerold Reichenbach, Rolf Bernhard und Ernst Erdmann machten bei Ihren Ausführungen über das Treburer „Eigenheim“ sehr deutlich, dass in dem traditionsreichen Veranstaltungsort Sport und Politik zusammentrafen.
Zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger waren dem Ruf von Gerold Reichenbach gefolgt und wollten mehr über die Geschichte des „Eigenheims“ in der Astheimer Straße in Trebur erfahren. Unter dem Motto „Historische Sportstätten“ der 9. History Tour von Reichenbach konnten die Zuhörer von den kompetenten Referenten einige interessante Details aus der Historie des Saalbaus erfahren.
Zahlreiche sportliche Aktivitäten wie Turnen und Radfahren aber auch der Gesang und das Theater fanden hier ihre räumliche Wirkungsstätte. Von den lokalen Hobby-Historikern wurde das Eigenheim als „Traditionshaus der Treburer Arbeiterbewegung“ bezeichnet. Sie machten neben der sportlichen auch die politische Bedeutung des Gebäudes deutlich.
Basis war die von fünf Arbeitervereinen (Arbeiterradfahrbund Solidarität, Arbeiter-Samariterbund, Volkschor, Naturfreunde, Turn- und Sportverein) gegründete Eigenheimgenossenschaft. Mit viel Eigenhilfe und der finanziellen Unterstützung der Konsumgenossenschaft wurde die Eigenheimhalle fertiggestellt und am 28. Januar 1928 feierlich eingeweiht. Ernst Erdmann verdeutlichte anhand von alten Fotos, dass in früheren Zeiten der Saal und die Gaststätte getrennte waren.
Reichenbach erläuterte die gesellschaftspolitischen Hintergründe des Baus in Trebur. „In den sich bildenden Industriestädte wie Mainz, Frankfurt und Darmstadt kam es zu einem enormen Bauboom. Und so gab es unter den Arbeitern in unserer Region auch zahlreiche Maurer. Diese Qualifikationen konnten die Arbeitervereine nutzen“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete. Rolf Bernhard betonte, dass das „Eigenheim“ der „Arbeiter“ damals auch als eine Abgrenzung zu den bürgerlichen Strukturen verstanden werden muss. Diese Hintergründe spielten, so Bernhard, bis in die 60er Jahren noch eine große Rolle.
Mit der Nazi-Zeit kam das Aus für die Arbeitervereine und die Genossenschaft. Die Vereine wurden verboten, ihr Vermögen beschlagnahmt. Die Konsumgenossenschaft wurde in das „Gemeinschaftswerk der deutschen Arbeitsfront“ gleichgeschaltet und der Geschäftsführer bekam einen NSDAP-Funktionär vorgesetzt. Als Textillager und Büroräume der gleichgeschalteten ehemaligen Konsumgenossenschaft überlebte das Eigenheim und nach 1945 zogen die alten Vereine, ergänzt durch den Treburer Angelsportverein, wieder ein. In den 50er Jahren wurde eine Kegelbahn eingebaut. Mit dem Bau der Sporthalle ging die sportliche Nutzung zunehmend zurück und das Eigenheim wurde nun überwiegend als Versammlungsraum und für gesellschaftliche Anlässe genutzt. Legendär seien die weit über die Grenzen Treburs bekannten „Hexenbälle“ ab 1978 gewesen, schwärmten die Referenten, die die Zuhörer noch mit allerlei Anekdoten aus vergangene Tagen des Eigenheims amüsieren konnten.
Mit seiner „History Tour“ hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Gerold Reichenbach am vergangenen Montag das älteste Schwimmbad im Südkreis Groß-Gerau in Crumstadt besucht. Zum Start der „History Tour“, die an insgesamt neun Stationen im Kreis Halt machen wird, waren mehr als 40 Interessierte ins Freibad nach Crumstadt gekommen.
Als erstes Freibad im Kreis Groß-Gerau öffnete es zur Badesaison 1936 seine Pforten - damals hatte Crumstadt etwa 1500 Einwohner. Zu Beginn gab es im Freibad nur ein großes Schwimmer-becken, das mit 36x34 Metern Maßen fast quadratisch war. Erst später wurde auch das Kinderbecken errichtet. „Damals durften die Schulklassen in Crumstadt kostenlos im Freibad schwimmen. Dafür mussten sie das Becken aber auch immer reinigen.“, so Rita Schmiele, die die geschichtlichen Eckpunkte über das Schwimmbad zusammengefasst hatte. „Das ist auch der Grund, warum nahezu jeder Crumstädter Bürger – egal welchen Alters – richtig schwimmen kann!“, so Schmiele weiter.
Dass das Freibad überhaupt finanziert werden konnte, lag auch mit daran, dass der damalige Bürgermeister Heil bei den Wasserwerken eine große Menge an Wasser vorbestellt hatte und Crumstadt dadurch genug Wasser zur Verfügung hatte, um ein Schwimmbad zu betreiben, ohne dass größere Kosten durch die Wassernutzung entstanden wären. Anfang der 1960er Jahre wurden dann auch Toilettenhäuschen und ein kleines Kassenhäuschen errichtet. Als im Jahr 2007 das Bad kurz vor der Schließung stand, gründete sich im März 2008 der „Sanierungsverein Schwimmbad Crumstadt“.
Mit einem einmaligen Mitgliedsbeitrag von 60 Euro und vielen einzelnen Spenden konnte der Verein fast 100.000 Euro sammeln. Zusammen mit 120.000 Euro von der Stadt und mit vereinten Kräften wurde das Freibad schließlich saniert und damit gerettet. Im Zuge der Sanierung wurde das große Schwimmbecken renoviert, die Kabinen neu gestaltet, ein Kassensystem installiert, und eine Solaranlage auf dem Dach des Einlassgebäudes errichtet, die es ermöglicht, die Wassertemperatur um bis zu 3 Grad zu erhöhen. Eine Beregnungsanlage mit 4 Rasensprengern sorgt dafür, dass auch bei den heißen Temperaturen die Liegefläche im saftigen Grün erscheint.
Obwohl das Freibad mittlerweile wieder im normalen Betrieb ist, existiert der Sanierungsverein weiter. Mit über 400 Mitgliedern ist der Verein immer dabei, kleinere Sanierungsarbeiten im Freibad zu bewerkstelligen. So ist in naher Zukunft geplant, ein neues Duschgebäude zu bauen und die Betriebskosten weiter zu senken. „Die Betriebskosten müssen so niedrig wie möglich sein, um das Freibad auch in Zukunft betreiben zu können. Das ist unser größtes Ziel!“, sagte Dieter Frey, der über die Sanierung referierte.
„An diesem Beispiel zeigt sich, dass es in Crumstadt eine richtige Gemeinschaft gibt, die zusammenhält.“, betonte Andreas Hirsch. Und auch der Riedstädter Bürgermeister Gerald Kummer sah das ähnlich: „Es hat sich am Beispiel Crumstädter Schwimmbad gezeigt, dass wir gemeinsam stark sind.“ Gerold Reichenbach zeigte sich ebenfalls beeindruckt von dem großen Engagement, das die Crumstädter Bürgerinnen und Bürger beim Thema Schwimmbadsanierung an den Tag gelegt hatten: „Es ist wunderbar, wie hier einzelne Bürgerinnen und Bürger Verantwortung für das Allgemeinwohl übernommen haben. Dieses bürgerschaftliche Engagement ist gerade in Zeiten der Finanzkrise von großer Bedeutung. Wir sollten uns aber auch bewusst machen, dass das Ehrenamt nicht immer alle wegbrechenden Finanzen im Haushalt ersetzen kann.“
HANDOUT: "Wie Crumstadt zum Schwimmbad kam" von Christoph Heyl
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Montag, 19. Juli in Crumstadt.
Hier werden Klaus Trapp, Dieter Frey und Rita Schmiele über das älteste Schwimmbad im Kreis Groß-Gerau referieren.
Treffpunkt ist um 18 Uhr vor dem Schwimmbad in Crumstadt (Nibelungenstr. 43).
Donnerstag, 22. Juli in Trebur
Hier werden Rolf Bernhard und Ernst Erdmann über das Eigenheim in Trebur referieren.
Treffpunkt ist um 18h das Treburer Eigenheim (Astheimer Straße 55).
Montag, 26. Juli 2010
Treffpunkt ist um 18h die TV-Halle 1883 (Ecke Rheinstraße 49 / Darmstädter Str.) in Bischofsheim.
Dienstag, 27. Juli 2010
Treffpunkt ist um 18h die Evangelische Kirche in Gustavsburg (Wilhelm-Leuschner-Str. 10).
Donnerstag, 29. Juli 2010
Treffpunkt ist um 18h das Volkshaus in Klein-Gerau (Gartenstr. 14). Um 19h treffen wir uns am Volkshaus in Büttelborn (Mainzer Str. 85).
Montag, 23. August 2010
Hier werden Hartmut Blaum und Heiko Gyr über die Fährverbindungen am Untermain referieren.
Treffpunkt ist um 18h die Gaststätte „Grüner Baum“ in Kelsterbach (Mainstr. 54).
Donnerstag, 26. August 2010
Hier wird Hans-Josef Becker referieren.
Treffpunkt ist um 18h das Gasthaus Karpfen in Gernsheim (Rheinstr. 3).
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